Trotz Dauerregen: Glehner Grundschul-WM wurde zum Mega-Event

     Während die deutsche Fußball-Nationalelf in Brasilien erst um den Einzug in das Viertelfinale kämpft, sind in Glehn die „Weltmeister" schon ermittelt: Dabei setzten sich bei den Jungen mit Kolumbien und Brasilien bei den Mädchen auch die hoch gehandelten Turnierfavoriten durch.


Gleich gibt es den verdienten Pokal: Das Team Kolumbien in gespannter Erwartung

     Hätte jemand im Vorfeld der WM noch Zweifel daran gehegt, dass Glehn ein durch und durch fußballverrücktes Dorf ist, wurde er am Samstag eines besseren belehrt: „Ich habe so etwas noch nie gesehen. Pavillons als Mannschaftslager geschmückt, liebevoll selbst gestaltete Trikots, riesige Fahnen und in den Länderfarben gekleidete Fans aus Eltern und Großeltern haben den Sportpark in ein buntes Farbenmeer verwandelt", sagte ein beeindruckter Glehner Jugendleiter Norbert Jurczyk, der zusammen mit der Leitung der Grundschule um Markus Birkmann und Kathrin Beyer sowie dem Förderverein der GGS die Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte. „Besonders die französischen Fans waren komplett aus dem Häuschen und feuerten ihre Mädchen lautstark immer wieder mit einem ‚Allez les bleues‘ an. Einfach toll!" Denn wichtig war für die Organisatoren, dass alle 220 Kinder der Grundschule in 27 (!) Teams nicht nur für Fußball spielten sollten, sondern sich auch mit ihrer zugelosten Nation identifizieren: „Deswegen wurde das Thema auch im Sachunterricht besprochen, die Kinder erfuhren etwas über ‚ihr‘ Land, beschäftigten sich mit der Situation der Kinder dort und probierten auch die eine oder andere Spezialität" erklärte Birkmann den ganzheitlichen Ansatz der Weltmeisterschaft. „Japan-Coach Jürgen Dressler ist mit seinen ‚Söhnen Nippons‘ sogar im Vorfeld Sushi essen gewesen."


Mit ihrer starken Turnierleistung sind die "Japaner" heißer Turnierfavorit für die nächste EM ...

     Drumherum hatte der Förderverein ein nettes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Bei der Tombola mit zahlreichen gespendeten Preisen von vielen Glehner Geschäften wurden alle 650 Lose unter die Leute gebracht, viele außergewöhnliche Backkreationen der Eltern machten den Besuch der Cafeteria zu einem kulinarischen Erlebnis und wer es deftig mochte, war bei Bratwurst und Türkischer Pizza bestens aufgehoben.

     Die gute Stimmung auf und neben dem Platz konnte auch der im Laufe des Turnieres einsetzende Dauerregen nicht trüben. Während Eltern und Trainer bei einer kurzen Unterbrechung unter die Schirme und Pavillons flüchteten, hatten die Kicker im strömenden Regen sichtlich ihren Spaß und die als Schiedsrichter fungierenden SV-Nachwuchskicker aus der C-Jugend unterhielten das Publikum mit ihrer selbstgesungenen Version von Helene Fischers Hit „Atemlos durch die Nacht".


Hup, Holland Hup: Unübersehbar die Fans aus den Niederlanden

     Die beiden Finalspiele standen dann lange auf des Messers Schneide: Die Mädels aus Costa Rica boten den favorisierten „Südamerikanerinnen" lange Paroli und unterlagen erst kurz vor Schluss durch einen Geniestreich der „weißen Brasilianerin" Maria Jansen 1:2. Im Endspiel der Jungen wehrten sich die tapfer kämpfenden Mexikaner von Coach Mario Pinna lange gegen die Übermacht aus Kolumbien, die dann letztlich mit 2:0 die Oberhand behielt und ihrem Trainer Hans-Georg Kluth mit regendurchnässtem feinen Anzug mehr als nur ein Lächeln auf das Gesicht zauberten. Bei der anschließenden Siegerehrung zollte Korschenbroichs Bürgermeister und WM-Schirmherr Heinz Josef Dick ein großes Lob an die Organisatoren: „Ich hatte auswärtige Gäste mitgebracht, die kamen gar nicht mehr aus dem Stauen heraus, was hier in Glehn auf die Beine gestellt wird. Ein großes Kompliment an die Grundschule, den Förderverein und den SV Glehn."


Ein toller Schuss entschied das Finale der Mädchen zwischen Brasilien und Costa Rica

     Am Ende des Turniers hieß es für den SV Glehn dann Abschied von Laura Otto nehmen. Die 19-Jährige beendete mit der WM als Highlight ihr freiwilliges Soziales Jahr in Schule und Verein und war sichtlich gerührt über die Anteilnahme, die ihr die Kinder und die Eltern mit einem lautstarken Applaus entgegen brachten. „Ich habe mich hier pudelwohl in einer großen Familie aufgenommen gefühlt. Ganz herzlichen Dank dafür. Ich werde das nie vergessen."


Zum Abschied ein Herzenswunsch erfüllt: Laura Otto wurde mit dem Quad zur Ehrung gefahren.

 

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