Glehn sichert zweiten Tabellenplatz durch 3:1 in Gustorf

Andreas Janßen war meist einen Tick schneller als seine Gegenspieler

     Nach einem insgesamt verdienten 3:1 (2:0)-Auswärtssieg bei der SG Gustorf-Gindorf schließt der SV Glehn die Saison 2012/13 mindestens als Tabellenzweiter ab und darf damit weiter auf den Aufstieg in die Kreisliga A hoffen. Marvin Demasi, Andreas Janßen und Timo Schmitz waren beim Sieg, der allerdings aufgrund einer schlampigen zweiten Halbzeit noch mal ins Wackeln geriet, für die Elf von Trainer Jörg Spillmann erfolgreich.

     Auf dem feuchten Naturrasen fanden die Gastgeber zunächst etwas besser in die Partie und hatten durch eine verunglückte Flanke die erste Chance des Spiels. Torhüter Christian Schmitz konnte den sich gefährlich senkenden Ball allerdings sicher parieren. Danach übernahm Glehn nach und nach die Kontrolle über das Geschehen und spielte sich oft gut in den gegnerischen Strafraum. Die beiden Stürmer Simon Hilliges und Stephan Janßen erwischten allerdings einen gebrauchten Tag, da ihnen nicht wirklich viel gelingen wollte und gute Gelegenheiten verstolpert wurden. So besorgte mal wieder Marvin Demasi in der 28. Minute die Führung. Nach einer eigentlich zu kurz geratenen Ecke von der rechten Seite spielte Tobias Ingenfeld den Ball zurück zu Demasi. Dieser schlenzte den Ball mit dem rechten Außenrist mit gütiger Unterstützung des Windes über Torwart Simon Friedrich zu seinem 16. Saisontor ins lange Eck. Der ansonsten eher unsicher wirkende Schlussmann machte auch hier zumindest einen unglücklichen Eindruck.

     In der Folge ließen die Gäste Gustorf nicht mehr wirklich ins Spiel kommen und kamen selbst zu weiteren Möglichkeiten. Eine davon nutzte Andreas Janßen, der bis dahin ein gutes Spiel machte und seine Leistung mit einem schönen unhaltbaren Flachschuss aus 18 Metern in die linke Ecke krönte. Kurz vor der Pause hätte Thomas Kallen nach einer Freistoßflanke von Demasi sogar noch das 3:0 erzielen können, allerdings köpfte der Verteidiger den Ball freistehend über den Kasten.

     Trainer Spillmann warnte seine Spieler in der Pause davor, nachzulassen und appellierte, vorne noch konsequenter zu sein. Allerdings setzte die Mannschaft das Gesagte nicht allzu gut um. Die ersten sieben Minuten im zweiten Durchgang plätscherten mehr oder weniger vor sich hin, bis dann wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer fiel. Dieser war nahezu eine Kopie des Janßen-Tores. Mittelfeldspieler Patrick Drack fasste sich 22 Meter vor dem Tor ein Herz und zog ab. Der Ball setzte auf und schlug unhaltbar für Keeper Schmitz im linken Eck ein.

     Durch den Anschlusstreffer tankten die Gastgeber nochmals Selbstbewusstsein und konnten das Spiel nun ausgeglichener gestalten. Die Blau-Weißen hatten zwar weiterhin ein leichtes Übergewicht, verpassten es aber durch inkonsequentes Angriffsspiel, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen und ließen weitere gute Gelegenheiten liegen. Gustorf kam noch zu zwei guten Ausgleichschancen, die aber vom sicheren Schlussmann Schmitz entschärft wurden, ehe „Edeljoker“ Timo Schmitz in der 88. Minute für die Entscheidung sorgte. Zuvor hatte sich Stephan Janßen mit einer seiner wenigen guten Szenen stark gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt und den freistehenden Schmitz von der rechten Seite bedient. Dieser behielt die Nerven vor Keeper Friedrich und sorgte mit dem 3:1 für die Entscheidung.  Kurz danach pfiff der souveräne Schiedsrichter Heinz Hübinger das Spiel ab.

     Kapitän Christian Böhme, der nach seinem Kreuzbandriss in der kommenden Woche gegen Hemmerden wieder in den Kader zurückkehren wird, zog eine durchwachsene Bilanz des Auftritts seiner Truppe: „Insgesamt geht der Sieg in Ordnung und hätte auch durchaus höher ausfallen können, wenn wir unsere  Chancen konsequenter genutzt hätten. So wurde es noch mal unnötig spannend, aber wirkliche Gefahr kam nicht mehr auf. Im Vergleich zu den letzten Spielen war es spielerisch und taktisch eine Leistungssteigerung. Büttgen werden wir wahrscheinlich nicht mehr einholen, vor allem nicht, wenn die die Spiele trotz mehrmaliger Anfrage des Gegners nicht verlegen wollen, um so die drei Punkte einzufahren. Sportliche Fairness wird da dem Erfolg anscheinend deutlich untergeordnet.“

 

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