Benefiz zugunsten der Aktion "Glehner Sorgenkinder"

Aktion 2015:

     Der sportliche Sieger hieß mit 6:3 TV Korschenbroich, doch der wahre Gewinner ist die Aktion „Glehner Sorgenkinder“ der St. Sebastianus-Bruderschaft, zu deren Zweck die Alten Herren des SV Glehn in einem Benefizspiel gegen die TVK-Handballer antraten. „Wir hatten eine schöne Resonanz auf der Anlage und ich bin zuversichtlich, dass wir unser gestecktes Ziel, 1.000 Euro an Spenden für die Aktion zu generieren, erreicht haben“, sagte AH-Abteilungsleiter Ralf Lingen nach der Veranstaltung. Denn nach dem sportlichen Duell blieb bei Bratwurst und Kaltgetränken ausreichend Zeit, beim gemütlichen Beisammensein über Fußball und Handball zu philosophieren. „Es war wieder eine  schöne Sache und wir stehen immer zur  Verfügung,  wenn wir helfen können“ meinte auch Kai Faltin vom TVK, der zum zweiten Mal nach 2009 Glehn antrat. Seit Gründung der Hilfsaktion im Jahre 1971 flossen bislang rund 300.000 € an bedürftige Kinder und Jugendliche aus Glehn, zur Finanzierung von Anschaffungen oder Urlauben, die dazu ansonsten aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht in der Lage wären. Aktuell werden 22 Menschen in Glehn durch die Bruderschaft unterstützt.

     Benefizspiele haben in Glehn eine lange Tradition: In den 80er und 90er Jahren war die WDR-Mannschaft mit Sportgrößen wie Friedhelm Funkel, Berti Vogts, Heiner Brandt und Manfred Ommer regelmäßig Gast im Glehner Sportpark. 2007 und 2008 konnte die Weisweiler-Elf, die Oldie-Truppe von Borussia Mönchengladbach, an der Johannes-Büchner-Straße begrüßt werden. 2009 gingen die Verantwortlichen dann neue Wege mit dem erstmaligen Match gegen den damaligen Handball-Zweitligisten. Beim seinerzeitigen 9:2-Sieg gegen die SV-Kicker bewiesen die Handball-Profis, dass sie auch mit einem größeren Ball am Fuß recht gut umgehen können.

     Auch beim 6:3 (3:0)-Erfolg am Mittwoch war die deutlich bessere Fitness und Schnelligkeit ausschlaggebend. Erst nach dem Seitenwechsel ließ es die Elf von Trainer Ronny Rogawska, der selbst auch die Fußballschuhe schnürte, dann etwas ruhiger angehen. Christoph Gelbke erzielte drei Treffer, Max Zimmermann, Michel Mantsch und Marcel Görden konnten sich jeweils einmal in die Torschützenliste für den TVK eintragen, auf Glehner Seite traf Marcel Seiffert zweimal, einmal war „Youngster“ Tobias Böhme erfolgreich. „Der Abend hat viel Spaß gemacht, aber Fußball in der Halle liegt uns doch allen mehr. Taktisch waren wir undurchschaubar“, sagte TVK-Akteur Mathias Deppisch, der aber nicht auf ein Rückspiel hoffen darf: „Eigentlich müssten wir ja jetzt im Handball gegen den TVK antreten, aber ich glaube, das lassen wir lieber“, so Lingen nach der Partie.

Aktion 2012:

     Mit der Traditionsmannschaft von Bayer 04 Leverkusen feierten die „Alten Herren“ des SV Glehn am 27. April 2012 vor rund 400 Zuschauern im Glehner Sportpark ein großes Fußball-Fest und nutzten die angenehme Atmosphäre zu einer ausgelassenen Feier bis in den späten Abend hinein. Das sportliche Endergebnis von 7:2 (4:2) für die „Werkself“ geriet damit schnell zur Nebensache, denn die Veranstaltung stand ganz unter dem Zeichen des Benefiz für die „Aktion Glehner Sorgenkinder“, für die ein Erlös von rund 2.000 Euro erzielt werden konnte.  Im Vorspiel besiegten die U11-Mädchen des SVG den Lokalrivalen TuS Liedberg 6:1.

     Die ganz großen Namen wie die Nationalspieler Ulf Kirsten, Jens Nowotny und Carsten Ramelow fehlten zwar im Kader der Mittelrheiner, doch die zahlreichen Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Vor allem Bayer-Stürmer Marcus Feinbier und Mittelfeldmotor Mike Rietpietsch zogen im Spiel phasenweise mächtig das Tempo an und ließen bei einigen Direktpass-Kombinationen in höchster Geschwindigkeit erkennen, warum sie über Jahre das Bild beiden höchsten deutschen Spielklassen mit geprägt haben und auch nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn nicht viel an Technik und Fitness verloren haben.

     In Führung gingen dann aber überraschend nach fünf Minuten die Gastgeber, als Markus Birkmann Ralf Lingen auf den Weg schickte und der Kapitän der SVG-„Ü30“ Bayer-Keeper Wolfgang Jedwabny mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze unter die Latte des Gehäuses keine Abwehrchance ließ. Die Freude über die Führung währte aber nur kurz, denn als Feinbier & Co. „ernst“ machten, stand es nach 28 Minuten 4:1 für die Gäste aus Leverkusen, obwohl SV-Torhüter Rüdiger Peters einen Glanztag erwischte und mit reaktionsschnellen Paraden einige gute Möglichkeiten der Bayer-Elf zunichte machte. Zwischendurch konnte auch der SVG einige gefährliche Angriffe starten, zumal die von Polens Ex-Nationalspieler Roman Geschlecht angeführte Bayer-Abwehr ihre Aufgaben nicht immer mit letzter Konsequenz wahrnahm. Christoph Mertens erzielte dann per Kopf noch vor dem Seitenwechsel den 2:4-Pausenstand.

     Nach der Halbzeit wurden mit nachlassenden Kräften die Glehner Konter seltener, aber die SV-Abwehr musste gegen die nach wie vor mit den notwenigen Ehrgeiz auftretenden Leverkusener Schwerstarbeit verrichten. Zweimal Peter Gemein sowie Feinbier schraubten dann das Ergebnis auf den Endstand  7:2 hoch. Bei Glehn sorgte nur noch ein Schuss von Fikret Coskun aus 16 Metern kurz vor dem Spielende für Torgefahr. Dennoch verließen die SV-Kicker unter dem Applaus der Zuschauer erhobenen Hauptes das Spielfeld, hatten doch die „Oldies“ gegen einen übermächtigen Kontrahenten nie aufgesteckt und sich durch viel Laufbereitschaft und Kampfgeist den Respekt von Gegner und Fans erarbeitet. „Nicht zweistellig verloren und zwei eigene Treffer erzielt. Beide Ziele, die wir uns gesetzt haben, wurden erreicht“, bewertete ein zufriedener Abteilungsleiter Ralf Lingen den sportlichen Verlauf der Veranstaltung, die mehr als nur einen Gewinner hatte: Denn viele der rund 400 Zuschauer verweilten auch nach Spielschluss im Sportpark und nutzten die angenehmen Temperaturen für gute Gespräche in lockerer Atmosphäre. Und auch die Bayer-Kicker nahmen sich reichlich Zeit, die zahlreichen Autogrammwünsche der Glehner Kinder zu erfüllen. Die Erlöse der Veranstaltung kommen der durch die St. Sebastianus-Bruderschaft betreuten „Aktion Glehner Sorgenkinder“ zugute, die seit vielen Jahren körperlich und geistig behinderte Kinder aus Glehn und Umgebung auch in Zusammenarbeit mit dem SV Glehn finanziell unterstützt.

     Auch Bayer Leverkusen zählt unabhängig vom Benefizspiel zu den Förderern der sportlichen Entwicklung des SV Glehn. Der seit vielen Jahren sozial stark engagierte Klub zeichnete den SVG im Dezember 2011 für sein ehrenamtliches Engagement und sein innovatives Konzept zur Förderung des Mädchen-Fußballs mit seinem mit 5.000 € dotierten Ehrenamtspreis aus. Diese Förderung fließt komplett in die Finanzierung des Kunstrasenplatzes, den der SV Glehn in Eigenregie im Glehner Sportpark im kommenden Sommer bauen wird.

     Vor dem Auftritt  der „Altstars“ bewiesen die U11-Juniorinnen des SV Glehn mit dem 6:1-Sieg im Vorspiel gegen Lokalrivalen TuS Liedberg, dass sich der Mädchenfußball in Glehn auf einem hervorragenden Weg befindet. Das Team von Trainerin Caro Maaßen, die im März für Ihr besonderes Engagement im Mädchenfußball mit dem Ehrenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen prämiert worden ist, glänzte durch ihr technisches Repertoire und ihre große Einsatzbereitschaft.

Das "Ü30"-Team des SV Glehn: Helmut Bayer, Marcel Seiffert, Dirk Gehendges, Markus Birkmann, Hans-Georg Kluth, Frank Gonschorek, Hartmut Kluth, Jalal Khattabi, Frank Heister, Markus Hauptkorn (hinten v.l.), Rüdiger Peters, Christoph Schelewski, Ralf Lingen, Christoph Mertens, Fikret Coskun, Norbert Jurczyk, Torsten Jansen, Manfred Duras, Andreas Weppler (vorne v.l.)

Soziales Engagement groß geschrieben

     Benefizspiele haben in Glehn eine lange Tradition. In den 80er und 90er Jahren war die WDR-Mannschaft mit Sportgrößen wie Friedhelm Funkel, Berti Vogts, Heiner Brandt und Manfred Ommer regelmäßig Gast  im Glehner Sportpark. 2007 und 2008 konnte die Weisweiler-Elf, die Oldie-Truppe von Borussia Mönchengladbach, an der Johannes-Büchner-Straße begrüßt werden. 2009 gingen die Verantwortlichen dann neue Wege mit einem Match gegen den Handball-Zweitligisten TVK Korschenbroich. Beim 9:2-Sieg gegen die Kicker des SV Glehn bewiesen die Handballer, dass sie auch mit einem größeren Ball am Fuß recht gut umgehen können. 2010 und 2011 musste die Veranstaltung mangels einem geeignetem Gegner leider ausfallen.

     Mit Bayer Leverkusen wurde für 2012 ein Partner gefunden, der zu fairen Konditionen in Glehn antritt. Denn nach Abzug aller Kosten soll aus den Einnahmen der Veranstaltung  vornehmlich die „Aktion Glehner Sorgenkinder“ der St. Sebastianus-Bruderschaft profitieren. Seit Gründung dieser Hilfsaktion im Jahre 1971 flossen bislang fast 300.000 € an bedürftige Kinder und Jugendliche aus Glehn, zur Finanzierung von Anschaffungen oder Urlauben, die dazu ansonsten aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht in der Lage wären.

 

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